Arbeit für Qualifizierung und Soziale Teilhabe 

Das Angebot von sinnvoller, qualifizierender Beschäftigung für Menschen die lange arbeitslos waren, ist eines der Hauptziele unserer Mitgliedsunternehmen. Langzeitarbeitslose bekommen so die Möglichkeit, ihre Talente und Interessen wieder oder neu zu entdecken. In einem auf Lernen und Ausprobieren ausgerichteten Umfeld üben sie verschiedenen Tätigkeiten aus. Die angebotenen Arbeitsplätze sind so vielfältig wie unsere Mitgliedsunternehmen. Klassische Beispiele sind Beschäftigungsangebote im Holz- und Metallbereich, in der Grünpflege und in der Textilverarbeitung. Genauso gibt es aber auch Tätigkeiten  in der Nachbarschaftshilfe, in sozialen Schreibstuben, in Fahrradwerkstätten und Kleiderkammern oder in der Unterstützung von kulturellen Angeboten.

Die Angebote werden hauptsächlich finanziert über die Eingliederungstitel der Jobcenter oder mit Förderungen der Länder Berlin und Brandenburg, des Bundes und des Europäischen Sozialfonds.

Brandenburger Sozialbetriebe 

Einige unserer Brandenburger Mitglieder haben in den letzten Jahren Sozialbetriebe gegründet, die mit ehemaligen Langzeitarbeitslosen Dienstleistungen für Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen erbringen und so eine marktnahe Vorbereitung auf die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt umsetzen.

Die erfolgreiche Arbeit der Sozialbetriebe wird mit einer Brandenburger ESF-Förderrichtlinie Sozialbetriebe unterstützt. Hier können die Betriebe Lohnkosten für die fachlich-methodische Anleitung und die sozialpädagogische Begleitung der Beschäftigten beantragen.Weitere Infos zu den Sozialbetrieben gibt es in einem Artikel von BRANDaktuell, dem arbeitsmarktpolitischen Informationsdienst der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Beispiele für aktive Sozialbetriebe sind Hand in Hand in Kuhlowitz und der SoBe-MOL Sozialbetrieb Märkisch-Oderland.

Berliner Jobcoaching in der öffentlich geförderten Beschäftigung

Viele unserer Mitglieder setzen mit ihren qualifizierten Coaches das Berliner Jobcoaching in der öffentlich geförderten Beschäftigung um. Von diesem Beratungs- und Begleitmodell profitieren Langzeitarbeitslose, die an Beschäftigungsprogrammen teilnehmen. Das Coachingangebot dient der Unterstützung von Langzeitarbeitslosen auf dem Weg zurück in eine reguläre Beschäftigung. Auch der Zugang zu weiteren Hilfen und zu Qualifizierungen soll erleichtert werden. Das Coaching findet – ergänzend zur Arbeitszeit – durch monatliche Konsultationen und Begleitung zu Jobcenter-Terminen statt.

Das Coaching erfolgt nach Maßgabe eines Geschäftsprozessmodells, das für eine gleichbleibend hohe Qualität sorgt. Angeboten wird eine umfassende Begleitung der Teilnehmenden in folgenden Schritten:

  • Ausführliche Erstberatung auf Basis der mit dem Jobcenter vereinbarten Eingliederungs­vereinbarung
  • Erstellung eines persönlichen Profils und eines Entwicklungsplans
  • Umsetzung und Begleitung der im Entwicklungsplan vereinbarten Schritte
  • Nachgehende Beratung und Vermittlungs­aktivitäten einschließlich der Dokumentation des Integrations­prozesses

Seit 2012 ist von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales die kontinuierliche Qualifizierung der Coaches gefördert worden. Die Jobcoaches sind speziell für den Berliner Arbeits- und Bildungsmarkt geschult und verfügen über die nötigen Arbeitgeberkontakte und Branchenkenntnisse. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung.

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